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Albanien

Noch vor wenigen Jahren lebten ca. 60% der Bevölkerung Albaniens in Dörfern. Weil dort aber viele Menschen keine Perspektiven mehr sehen, wandern sie ab – in die Städte oder ins Ausland. Die noch junge Arbeit der EMK in Albanien konzentriert sich deshalb auf die wachsenden Städte wie Tirana, Pogradec, Elbasan und Durres, hat aber weiterhin auch in den Mokra-Bergen (Bishnica und Umgebung) noch einen Zweig. Die Verantwortlichen verkündigen das Evangelium in Gottesdiensten und versuchen gleichzeitig den sozialen Herausforderungen wirkungsvoll zu begegnen.

Bulgarien

Bulgarien ist ein vielseitiges Land – mit Bergen und Meer, Städten und ländlich geprägten Gebieten, Industrie und Nationalpärken, wertvollen Kulturschätzen und einem bis heute lebendigen Brauchtum. 7,36 Millionen Menschen leben dort – darunter auch Angehörige ethnischer Minderheiten wie Türken, Roma oder Armenier. Die Zahl der Bevölkerung ist seit 2001 um 560’000 geschrumpft. Gründe dafür sind einerseits die Überalterung der Gesellschaft und andererseits die grossen Herausforderungen, die viele Menschen zumAuswandern bewegen: zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Armut oder Korruption. Die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche und der Islam sind die beiden grössten Religionsgemeinschaften des Landes.

Nordmazedonien

Immer wieder klopfen Menschen in Not an die Türen der EMK-Gemeinden in Makedonien. Was sie brauchen und suchen ist oft nicht viel: ein wenig Brennholz, dringend benötigte Medikamente, etwas zu essen, Hygieneartikel. Aber ihnen in dieser Situation unbürokratisch und rasch helfen zu können – unbesehen ihrer Religions- oder Kirchenzugehörigkeit – bedeutet, sie die Liebe Gottes erfahren zu lassen.

Polen

Die EMK in Polen bemüht sich sehr um ein gemeinsames christliches Zeugnis mit anderen Kirchen des Landes. Sie ist – zumindest in den grösseren Städten – eine anerkannte und geschätzte Kirche. Der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Frauen wird grosse Bedeutung zugemessen. Eine weitreichende Radio- und Fernseharbeit ist eine weitere Priorität der Kirche. An mehreren Orten sind sozialdiakonische Projekte entstanden. Ein Theologisches Seminar trägt zur Ausbildung der Leitenden dieser Aktivitäten bei. Andererseits ist die Kirche mit Migrationsfragen (viele junge und gut ausgebildete Menschen verlassen das Land) sowie mit der grossen Renovationsbedürftigkeit zahlreicher Gebäude konfrontiert.

Rumänien

Nach den politischen Veränderungen der Jahre 1989 und 1990 wurden viele Missionare aus Europa, den USA und Südkorea – einige davon auch mit methodistischem Hintergrund – nach Rumänien gesandt. Sie verkündeten den Menschen das Evangelium und bauten sozialdiakonische Programme auf, um vor allem Kinder, alte Menschen und Roma mit der Hilfe zu versorgen, welche diese so dringend benötigten. Im Laufe der folgenden Jahre wurden – als eine Folge der verschiedenen Aktivitäten – viele unabhängige Gemeinden gegründet. Einige davon bezeichneten sich sogar als methodistische Gemeinden. Da jedoch die meisten Pastoren das Land verliessen oder sich einer anderen Kirche anschlossen, waren die Beziehungen nicht von Bestand, und die methodistische Arbeit wurde praktisch überallwieder beendet.

Schweiz und Frankreich

Das Ressort Schweiz-Frankreich unterstützt verschiedene missionarisch-diakonische Projekte in Gemeinden (Jugendarbeit, Gemeindeaktionen, Gemeindeaufbau) mit einer Starthilfe. Die Projekte sind sehr vielfältig und entstehen aus Bedürfnissen, welche vor Ort wahrgenommen werden. So flossen und fliessen Beiträge z.B. an Glaubenskurse für Randständige, Entlastungs-Angebote für junge Familien, Arbeiten mit Migrantinnen und Migranten, Theaterprojekte oder auch Evangelisationswochen in Frankreich.

Serbien

Einige Gebäude der EMK in Serbien befinden sich in einem schlechten Zustand. An anderen Orten wiederum hat sich die Arbeit so entwickelt, dass bauliche Anpassungen nötig sind, Durch Renovationen, Um- und Anbauten werden nicht nur die Rahmenbedingungen für die bisherigen Aktivitäten der Gemeinden verbessert. Vielmehr entsteht auch Raum für neue Formen der Weitergabe des Glaubens.

Slowakei

Die EMK-Gemeinde in Bratislava setzt seit bald 30 Jahren Handglocken ein, um Gottesdienste musikalisch zu bereichern. Ausserdem führt sie regelmässig Konzerte durch, die jeweils auf grosse Resonanz stossen, da Handglocken in der Slowakei sonst nur wenig gebräuchlich sind. Einerseits muss nun ein Handglocken-Set ersetzt werden. Andererseits möchten die Verantwortlichen die technischen Voraussetzungen schaffen, um diese besondere Musik über Internet auszustrahlen und noch weit mehr Menschen als bisher zugänglich zu machen.

Tschechische Republik

Die EMK in der Tschechischen Republik bringt auf viele verschiedene Arten die Gute Nachricht von Jesus unter die Menschen. In Znojmo beispielsweise kommen Kinder/Jugendliche und Erwachsene durch Kreativ-Workshops auf eine neue, überraschende Weise mit dem Evangelium in Kontakt. Sie können neue Beziehungen knüpfen und werden ermutigt, den Glauben im Alltag zu leben. Mit diesem Angebot werden auch Menschen erreicht, welche die EMK nicht kennen und kaum einen Bezug zum christlichen Glauben haben.

Ungarn

Vor 120 Jahren gründeten methodistische Missionare in Ungarn erste Gemeinden, zuerst unter deutsch-, dann unter ungarisch-sprachigen Menschen. Die Gemeinden wuchsen schnell, erlitten aber aus politischen Gründen bis nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des Kommunismus immer wieder schwere Rückschläge. Heute gehört die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien (Sommercamps, Arbeit in Schulen, Radio- und Fernsehsendungen) sowie vielfältige diakonische Projekte für alte Menschen, Roma, Menschen mit Suchtkrankheiten und Gefängnisinsassen zu den Schwerpunkten des kirchlichen Dienstes. Die EMK engagiert sich auch stark in der Ökumene. Ihre Gemeinden wachsen kontinuierlich und setzen sich mit grossem Einsatz für eine Erhöhung ihrer finanziellen Eigenständigkeit ein. Allerdings kämpfen sie dabei mit Schwierigkeiten. Die Durchführung von Freizeiten und Weiterbildungen sowie die Realisierung dringender Bauprojekte an mehreren Orten waren und sind nur dank der Hilfe aus dem Ausland möglich.