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GEMEINSAM EINEN BEITRAG ZUR BEWÄLTIGUNG DER KRISE LEISTEN

Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus hat leider auch die Länder unserer Partnerkirchen erreicht und die Folgen davon treffen benachteiligte und gefährdete Menschen besonders hart.

So kämpfen die Projekte im östlichen Mitteleuropa und der Balkanregion gegen immer grössere Not bei hilfsbedürftigen Menschen, die ohne die Unterstützung der Kirche nicht überleben könnten.

So steht etwa das Miss Stone Center, eine kirchliche Sozialinstitution in Nord-Mazedonien vor grossen Herausforderungen, um weiterhin die Schwächsten der Gesellschaft versorgen und begleiten zu können. Eine Vervielfachung des Preises von Lebensmitteln infolge von geschlossenen Grenzen, Hamsterkäufen und logistischen Schwierigkeiten treibt die Betriebskosten des einzigen Mahlzeitenangebots der Region enorm in die Höhe. Notwendiges Material, das sie im Bereich der Hauskrankenpflege brauchen, ist teilweise überhaupt nicht mehr erhältlich. Es fehlt am Allernötigsten wie Gummihandschuhen, Desinfektionsmitteln oder Lebensmitteln für die Küche. «Wir erwarten bei allen Projekten noch grössere Probleme und Herausforderungen, doch wir möchten auch weiter für diese Menschen da sein», schreibt Martin Konev (s. Foto oben), Leiter der diakonischen Arbeit in Nord-Mazedonien.

Jean-Paul Dietrich, Koordinator für Connexio im Kongo schreibt: «Auch wenn das Virus den Kongo später erreicht hat, ist die Angst in der Bevölkerung berechtigt und gross. In den beiden Spitälern, die Connexio unterstützt, existieren noch keine Möglichkeiten der Intensivbehandlung von Patienten und die getrennte Behandlung von Viruspatienten und Normalbetrieb übersteigen die Möglichkeiten der Spitäler, die schon vor dem Virus an der Belastungsgrenze sowohl seitens Personal als auch seitens der technischen und baulichen Möglichkeiten gearbeitet haben. Auch in unseren anderen Projekten leiden die Menschen infolge der Pandemie. Die Nahrungsmittelpreise sind seit Wochen enorm gestiegen, Einnahmequellen fallen weg, Schulen sind geschlossen. Selbst die momentane Ausgangssperre kann von vielen Menschen nicht immer eingehalten werden, weil sie keine Vorräte kaufen können oder jeden Tag auf der Suche nach einem Verdienst ums Überleben kämpfen. Die Menschen befürchten, an Hunger zu sterben.»

Bedauerlicherweise ist die Situation in unsern anderen Partnerkirchen nicht besser. Ausgangsbeschränkungen, Schulschliessungen, Nahrungsmittelengpässe und der Ausfall von Einkommen treffen benachteiligte und gefährdete Menschen besonders, leider manchmal lebensbedrohlich. Der Bedarf steigt in allen Bereichen, die Connexio unterstützt: im Gesundheitsbereich, in der Bildung, in der Dorfentwicklung, in der Friedensarbeit und im Einsatz für mehr Gerechtigkeit. Unsere Partner brauchen unsere ideelle und finanzielle Unterstützung nötiger denn je.

Gerade die Menschen in der Schweiz und Frankreich teilen traditionell grosszügig und solidarisch. Diese Verlässlichkeit, Treue und gegenseitige Fürsorge wird uns durch diese schwierige Zeit tragen. Als Zeichen der Hoffnung und der Wirkung, die wir dank Ihrer Unterstützung erreichen können, teilen wir zwei Fotos, die vor vier Wochen gemacht wurden. Es zeigt Menschen aus den ländlichen Regionen Kambodschas, die im Projekt für kommunale Landwirtschaft und Gesundheit zusammenarbeiten. Durch dieses Projekt wird die Existenz der benachteiligten Landbevölkerung verbessert, Dorfgemeinschaften werden gestärkt, Frauen und Männer lernen gemeinsam und die Jugend entwickelt eine Perspektive, um in den Dörfern zu bleiben – gerade auch in dieser für sie sehr schwierigen Zeit.

Ich lade Sie ein, Solidarität zu zeigen

Wenn Sie weiterhin den vollen Lohn erhalten, lade ich Sie ein, in Solidarität einen zusätzlichen Betrag für andere zu spenden, die stärker von der Corona-Pandemie betroffen sind. Connexio ist im engen Kontakt mit unseren Partnern und lässt den Menschen Hilfe zukommen, die unsere Unterstützung brauchen. Selber hätte ich diesen Frühling gerne Tunesien im Rahmen einer Connexio-Begegnungsreise besucht. Leider wurde daraus nichts, daher kann ich nun dieses Reisegeld entbehren und Connexio zukommen lassen.

Daniel Hänni, Co-Präsident Connexio

Kambodscha

Gemeinsames Lernen und Arbeiten in der Dorfgemeinschaft sichert die Existenz.

(Fotos©Arky/fairpicture)

Bischof Patrick Streiff schreibt in seinem Hirtenbrief:

«Wir sind als Christinnen und Christen mit Gottes Geist beschenkt, der unser Tun der Liebe und unser besonnenes Handeln jetzt besonders kräftig befördern will. Darauf vertrauen wir gerade in dieser Situation, in der nicht mehr alles normal und kontrolliert seinen Gang geht».

Trotz oder gerade wegen räumlicher Sicherheitsabstände rufen wir dazu auf, als weltweite Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern über Ländergrenzen und Generationen hinweg zusammenzuarbeiten, um diese grosse weltweite Krise zu überwinden und benachteiligten und gefährdeten Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Wer die Möglichkeit hat neben Anteilnahme und Gebet diese Sonderaktion zugunsten von Menschen, die infolge der Krise gefährdet sind und Not leiden, zu unterstützen, laden wir herzlich dazu ein. Für jede Form der Unterstützung sind wir Ihnen von Herzen dankbar.

 

Bitte bei Spendenzweck „Nothilfe“ angeben.

Nothilfe Covid-19

Connexio unterstützt mittels Nothilfe die Bemühungen der Partnerkirchen in Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa zur Eindämmung der Pandemie. In mehreren Ländern sind bereits Aktivitäten angelaufen.

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Osterbrief

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Die Folgen des Coronavirus treffen benachteiligte und gefährdete Menschen besonders hart.