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FRIEDEN FÖRDERN IN CHILE – DIE KIRCHE SETZT SICH EIN

Ende Oktober 2020 hat eine Mehrheit der Bevölkerung von Chile in einem Referendum für eine Verfassungsreform gestimmt. Die neue Verfassung soll die soziale Rolle des Staates stärken und die Grundrechte auf Arbeit, Gesundheitsversorgung, Bildung und Trinkwasser aufnehmen. Die Rechte der indigenen Völker sollen anerkannt werden. Der Methodistenkirche in Chile liegen diese Themen am Herzen und sie setzt sich für die Anliegen der Verfassungsreform ein.

Gegen jegliche Form von Gewalt

Die Methodistenkirche in Chile ist der Meinung, dass es innerhalb der chilenischen Gesellschaft eine grosse und ständig wachsende Ungleichheit gibt und dass die sozialen Dienstleistungen stark ungenügend sind. Die Kirche stellt sich klar gegen jegliche Anwendung von Gewalt, – egal von welcher Seite – wie sie in Protesten teilweise ausgeübt wurde. Gleichzeitig betont Bischof Jorge Merino Riffo, dass auch bestehende ungerechte Strukturen eine Form von Gewalt seien und dass sich die Methodistenkirche klar für die Reformen und eine gerechtere Gesellschaft einsetzen wird. Gerechtigkeit ist eine Voraussetzung, damit in einer Gesellschaft alle in Frieden leben können.

Arme, Witwen, Waisen, Fremde

«Die evangelische Kirche soll immer an den Armen, die Witwe, die Waise und den Fremden denken, gemäss ethischem und prophetischem biblischem Handeln», meint Jaime Medina Cárdenas, der ist in der Methodistenkirche von Chile Ansprechperson für Menschenrechtsfragen ist. Die Kirche könne in der Herausforderung der Verfassungsreform vorangehen und dürfe sich nicht instrumentalisieren lassen. Sie soll aller Diskriminierung und Gewalt widerstehen und ihre soziale Verantwortung wahrnehmen. Wie sieht dies nun praktisch aus?

Demonstrationen und Projekte

Die Methodistenkirche ruft zu friedlichen Demonstrationen auf und schreibt öffentliche Stellungnahmen, oft zusammen mit anderen Kirchen. Sie bietet Schulung und Kommunikation zu sozialen Fragen an. Sie setzt sich für Migrantinnen und Migranten ein. Methodistengemeinden unterstützen Menschen, die in Armut leben. Mit einem Friedensprojekt fördert die Methodistenkirche den Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen der Mapuche-Urbevölkerung, den Siedlern und dem chilenischen Staat – eine schwierige Aufgabe in einem schweren und seit langem andauernden Konflikt. Bischof Jorge Merion Riffo schreibt zuversichtlich:  «Wir gehen weiter mit der festen Hoffnung, dass ein neues Morgen und eine neue Welt möglich ist, besonders für die Unterdrückten, die Vergessenen und die Leidenden in unserem Volk.»

Danke, dass Sie die Methodistenkirche in Chile bei ihren Bemühungen um den Frieden unterstützen.