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Friedensförderung in Araukanien

Ort: Temuco

Projekt-Nr.: 43600

Sammelziel CHF:

 

Araukanien war ein beliebtes Auswandererziel seit Jahrhunderten. Oft waren die Siedler Christen aus verschiedenen Denominationen. Sie bauten Kirchen und evangelisierten die ansässige Bevölkerung. So entstand in der Region neben der offiziellen römisch-katholischen ein Gemisch aus verschiedensten christlichen Glaubensrichtungen. Beim Bau der Kirchen wurden die indigenen Volksgruppen, die dort lebten, meist nicht gefragt oder berücksichtigt. Heute ist das indigene Volk der Mapuche in der Minderheit. In Araukanien haben sie zwar knapp die Mehrheit, bekommen aber oft wenig oder gar keine Anerkennung. Viele wurden umgesiedelt, beispielsweise beim Bau des Flughafens Temuco. In der Bevölkerung herrscht ein Klima der Angst, des Misstrauens und der gegenseitigen Vorurteile. Ein Dialog scheint kaum noch möglich. Die Fronten sind verhärtet zwischen Staat, Kirchen, Siedlern und der indigenen Bevölkerung. Seit einiger Zeit treten die Konflikte in Zerstörungen und Gewalt nach aussen. 

Das Friedensprojekt der Methodistenkirche in Temuco setzt hier an.

Ende Januar 2019 traf sich dann zum ersten Mal eine Gruppe aus den Fachbereichen Psychologie, Kultur, Theologie und Spiritualität, Recht, Soziologie und Medizin. Anfangs März entstand eine Struktur der Arbeitsgruppe unter dem Leitwort «COOPERATIVA»; jeder kann mitwirken.

geplante Projektaktivitäten:

Begleitung von gewaltbetroffenen Menschen, Rechtsberatung und Katasterführung, Schwerpunkt Gewalt an indigenen Frauen, Schaffung von Räumen, Erhalt der Traditionen der Indigenen.

Prävention: Sozialkommunikator, Vernetzung, Workshops