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Aus aller Welt

Mittwoch, 05. Dezember 2018 11:29 Alter: 78 days

70 Jahre Erklärung der Menschenrechte mit Arendt, Barth und Papst Johannes XXIII

Kategorie: Weltweit

Die Menschenrechte schützen die Freiheit der Person. Aber wo sind die Grenzen der Freiheit? Zum Menschenrechtstag am 10. Dezember zeigen die drei Landeskirchen und die Freikirchen drei kritischen Persönlichkeiten mit ihrer eigenen Sicht auf die Menschenrechte.

Hannah Arendt, Karl Barth, Johannes XXIII (Quelle: Wikipedia, Karl Barth-Archiv)

Am 10. Dezember 1948, also vor 70 Jahren, unterzeichnete die UN-Vollversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UN-Menschenrechtscharta). Diese Rechte gelten für alle Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Nationalität. Inzwischen nehmen wir sie oft als selbstverständlich wahr, und doch geraten die Menschenrechte immer wieder unter Druck; viele können ihre Rechte nach wie vor nicht wahrnehmen. Der Einsatz für die Menschenrechte bleibt notwendiger denn je und es braucht das Engagement von uns allen.

 

Anlässlich des Jubiläums haben die drei Landeskirchen der Schweiz in Verbindung mit den Freikirchen ein fiktives Gespräch zwischen der jüdischen Philosophin Hannah Arendt, dem reformierten Theologen Karl Barth und Papst Johannes XXIII. protokolliert. Aus dem Jenseits, aber alles andere als jenseitig, melden sich die drei Zeitgenossen zu Wort und finden dabei erstaunliche Übereinstimmungen in ihrem Denken. Ihr Gespräch zwischen Pfeifenrauch und Aufbruchsgeist ist weniger ein himmlischer Rückblick als vielmehr eine topaktuelle Kritik.

 

Wenn jeder nur einseitig auf seinem Menschenrecht besteht, gibt es kein friedliches Miteinander, sondern „eine Prügelei“, wie Karl Barth bemerkt. Hannah Arendt stimmt zu: Die Menschenrechte könne man nicht wie ein Schild vor sich hertragen. Das schafft Abstand statt Begegnung. Und für Papst Johannes XXIII. wird mit den Menschenrechten die Würde der Person für alle Menschen anerkannt, Gerechtigkeit damit zu einem anderen Wort für Frieden.

 

Den Gesprächstext finden Sie hier.

 

 

Quelle: Connexio / Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK / Justitia et Pax, im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz SBK / Christkatholische Kirche der Schweiz CKS / Freikirchen Schweiz (VFG) / Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES