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Aus aller Welt

Donnerstag, 14. September 2017 13:52 Alter: 92 days

Warme Decken für die Obdachlosen von La Paz

Statt nur auf Stoffresten das Nähen zu üben, haben die Frauen des Nähprojekts in La Paz beschlossen, das Nötige mit dem Nützlichen zu verbinden und haben in einer Solidaritätsaktion 40 Decken für Obdachlose genäht.

Doppelter Gewinn: Arme Frauen üben sich im Nähen und Obdachlose erhalten warme Decken.

Im Nähatelier wird Frauen in wirtschaftlich schwierigen Situationen das Grundwissen vermittelt, damit sie auf industriellen Nähmaschinen nähen können. Jetzt helfen die Frauen den Menschen auf den Strassen von La Paz, denen es noch schlechter geht.

 

Die Näherinnen von La Paz

Die 15 Frauen stecken mitten in ihrer Ausbildung auf den industriellen Nähmaschinen, welche ihnen das Projekt zur Verfügung stellt. Die Idee dahinter ist, dass die Frauen einerseits neue Fähigkeiten erwerben, die sie im Alltag brauchen können und die auch eine grosse Auswirkung auf ihr Selbstvertrauen haben, dass das Nähatelier aber auch Kleider produzieren und verkaufen kann, damit das Projekt selbsttragend wird und den Frauen ein kleines Einkommen bringt. Und da für qualitativ gute Kleider eben viel Übung nötig ist, suchten die Frauen eine sinnvolle Art dies zu tun.

 

40 Patchwork-Decken für Obdachlose

In den Kirchen und methodistischen Schulen der Stadt wurden gebrauchte Kleider gesammelt und kurzerhand zu Patchworkdecken verarbeitet. Stunden investierten die Frauen und waren sichtlich stolz auf das Ergebnis: 40 Unikate, die sie für einen guten Zweck verschenken konnten.

 

Frierende erhalten Zuwendung

In La Paz sind nämlich die Nächte das ganze Jahr über kalt und Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben, sind dieser Kälte hilflos ausgeliefert. Nachdem die Frauen ausgemacht hatten, an welchen Punkten der Stadt bedürftige Menschen schlafen, begab sich die Gruppe bewaffnet mit heissen Getränken und den Decken eines Abends in die Strassen von La Paz. Mit ermutigenden Worten verschenkten sie so ein bisschen Wärme an jene Menschen, die sie selten zu spüren bekommen.

 

Connexio / Anne Barth