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Donnerstag, 24. August 2017 11:55 Alter: 92 days

Erdrutsch im Ostkongo: Methodistenbischof bittet um Gebet

Kategorie: Weltweit

Methodistenbischof Gabriel Unda bittet um Gebet für die Menschen, die vom Erdrutsch betroffen sind. Am 16. August hat ein Erdrutsch das Dorf Tora in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo verschüttet.

EMK-Bischof Gabriel Unda ruft zu Solidarität mit den Betroffenen auf: „Ihr erster Zufluchtsort sind wir, die Kirche.“

Nicht zum ersten Mal: Immer wieder gab es im Kongo Katastrophen verursacht durch Erdrutsche.

Über 200 Menschen kamen ums Leben als die Erd- und Schlammlawine das Dorf zudeckten. Nach starkem Regen sind die Seiten der Berge abgerutscht und haben das Dorf unter einer Flut von Schlamm und Steinen begraben. Etwa 50 Familien lebten im kleinen Fischerdorf am Albertasee. Das Dorf Tara sei vollständig dem Erdboden gleichgemacht worden, berichtete der Vize-Gouverneur, Pacifique Keita, nach einem Besuch in Tara. Es gebe keine Unterkünfte für die Überlebenden, noch Medikamente oder Trinkwasser.

 

Bischof Gabriel Unda forderte die Methodistengemeinden auf, die Betroffenen zu unterstützen. „Ihr erster Zufluchtsort sind wir, die Kirche“, sagte Unda.

 

 

Mitten in der Nacht kamen die Felsbrocken

Ein Steuerbeamter in der Region Ituri berichtete, wie Dorfbewohner in der Nacht ungewöhnliche Geräusche gehört hätten. "Zuerst dachten wir, diese kämen von den Fischern, welche auf dem See waren. Doch plötzlich hörte man einen starken Lärm, wie Schüsse aus Gewehren. Es waren grosse Steine, die von den Bergen herabdonnerten und die Häuser sowie Händler, welche die Nacht draussen verbrachten, unter sich begruben", sagte der Beamte.

Pfarrer Chapel Lokalé von der nahegelegenen Ortschaft Mungwalo berichtete, dass zwei Händler vermisste werden, die Kirchenmitglieder waren.

 

 

Immer wieder rutscht die Erde

Es ist nicht der erste verheerende Erdrutsch im Osten der DR Kongo. Im Mai 2010 waren 19 Personen gestorben und 27 waren infolge einer einem Erdrutsch folgenden Schlammlawine verschwunden. Im Februar 2002 waren es etwa 50 Personen, die nach einer Schlamm- und Steinlawine ums Leben gekommen waren. Der damalige Erdrutsch hatte auch 2500 Menschen obdachlos gemacht.

Connexio, UMC.org/th